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Die Stufe, oder der Bereich, in dem die oben angesprochene Revo­lution, die im Übrigen noch keinesfalls zu Ende ist, sondern weiter andauert, die tiefsten und für Studierende am direktesten spürba­ren Folgen hinterlassen hat, ist zweifellos die Recherche nach und das Management von Informationen. Hier spielen das Web und die Leistungsfähigkeit moderner Rechner beim Speichern, Verwalten und Wiederauffinden von Wissen ihre vor kurzem auch nicht an­nähernd für möglich gehaltenen Stärken aus. Die im Herbst 1990 — also noch vor der Entstehung des World Wide Web! — von Bill Gates auf einer Präsentation vorgestellte Vision von "Information at Your Fingertips" ist, daran kann kein Zweifel bestehen, keine 20 Jahre später in einer Weise wahr geworden, wie auch er selbst sich das wohl nicht einmal in Ansätzen hätte vorstellen können.

Information at Your

Fingertips

Wer heute seinen PC hochfährt und mit dem Web verbunden ist, dem steht, egal wo er sich gerade aufhält, das Wissen der Mensch­heit zur Verfügung. Und die dort verfügbaren Informationen sind in kurzer Zeit geradezu explodiert. Während der Google Index im Jahre 1998 noch 26 Millionen Websites umfasste, waren es 2000 schon eine Milliarde und Mitte 2008 wurde die eine-Trillion-Grenze überschritten (Angaben des Google-Blogs)! Wenn Sie dann noch bedenken, dass dabei das so genannte Deep Web, — nach Schätz­ungen rund 700 mal größer als das von Google erfasste Surface Web (mehr zu diesen Begrifflichkeiten in unserem Modul „Über­sicht Suchinstrumente“) — noch gar nicht berücksichtigt ist, wird vermutlich nicht nur mir sondern auch Ihnen schwindlig. Das sind Größenordnungen, die man sich einfach nicht mehr vorstellen kann.

Explosionsartige

Zunahme der

Informationen im Web

Hinzu kommt, dass nicht nur der Gesamtbestand der Informatio­nen explosionsartig angewachsen ist, sondern sich auch die Art dieser Informationen massiv ausdifferenziert hat. Neben den nahe­zu ausschließlich textbasierten Inhalten der frühen statischen Web­sites stehen heute multimediale Inhalte, wie Videos, Nutzer generierte Inhalte — allein auf Scribd, einem der immer beliebteren Do­kumentenaustausch-Dienste, werden täglich rund 50.000 Doku­mente hochgeladen —, eine Unmenge an Informationen, die in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, das gerade (August 2010) die 500 Millionen Nutzer-Marke überschritten hat, produziert werden, und, und, und.

Unterschiedliche Arten
von Inhalten

Und schließlich gilt es zu bedenken, dass all diese Informationen immer schneller verfügbar sind. Dauerte es in den Anfängen des World Wide Web noch Wochen, bis eine neue Website im Yahoo-Verzeichnis gelistet war, so können Sie viele neue Inhalte heutzu­tage fast schon in dem Moment abrufen, in dem Sie produziert werden. Das Real-Time Web beginnt Wirklichkeit zu werden und eine immer größere Rolle zu spielen.

Real Time Web